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15.April 2002 Pro-Israel-Demo
in Frankfurt
Org: Zentralrat der Juden in Deutschland
Bild: Jüdische Bürger protestieren gegen Fischer's Beschwichtigungspolitik
report
Die Affäre Joschka Fischer -
12.03.2001
Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, vergangene Woche. Joschka Fischer gibt im Wahlkampf Autogramme, aber keine Antworten: "Herr Minister Fischer, warum haben Sie in Algier geklatscht - keine Antwort? Wollen Sie immer vor Ihrer Vergangenheit davonlaufen?" Joschka Fischer, Bündnis 90/Die Grünen, Bundesaußenminister: "Ach woher." Algier, Ende Dezember 1969: Joschka Fischer auf der Palästina - Solidaritätskonferenz. Fatah-Führer Arafat fordert den Kampf gegen Israel bis zum Endsieg. Der Delegierte des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) Joschka Fischer, hebt die Faust zum Gruß. Zurück in Ludwigshafen. Auch im Saal kein Kommentar zur Algier-Reise.
Joschka Fischer, Bündnis 90/Die Grünen, Bundesaußenminister:
Sympathisierte der SDS-Delegierte Fischer mit dem palästinensischen Kampf gegen Israel? War den SDS-Delegierten klar, dass sie mit ihrer Reise den Terror gegen den jüdischen Staat propagandistisch unterstützten? Drei Wochen vor Fischers Abflug nach Algier feiert das Frankfurter SDS-Infoblatt auf sieben Seiten den palästinensischen Guerilla-Krieg gegen den Staat Israel, "von spektakulären Operationen, wie der Bombardierung des jüdischen Viertels von Jerusalem mit Raketen ganz zu schweigen." Kannte er nicht die antizionistische Ausrichtung des SDS? Juli 69: Eine SDS-Gruppe reist nach Jordanien in ein Lager von Arafats Fatah. Die Grundhaltung des SDS ist klar: "Selbstverständlich bejahen wir im Nahen Osten die Anwendung von Gewalt" sagte ein SDS-Bundesvorstandsmitglied der Zeitung "Die Zeit". Hat Fischer auch von dieser Reise nichts erfahren? Juni 69: Plakate in der Frankfurter Uni.
Neue Details zur antizionistischen Haltung des SDS. Doch Außenminister Fischer schweigt beharrlich und schickte in der vergangenen Woche zum zweiten Mal Staatsminister Volmer in den Bundestag. Der sollte Fragen zu Fischers Vergangenheit beantworten. Aufklärung: Fehlanzeige. Ludger Volmer, Bündnis 90/Die Grünen, Staatsminister Auswärtiges Amt: "Die Bundesregierung sieht es nicht als Ihre Aufgabe an, und sieht sich auch nicht in der Lage nachzurecherchieren, was einzelne Mitglieder, die heute der Bundesregierung angehören, vor dreißig Jahren auf Kongressen gemacht haben." Der Frankfurter Häuserkampf Anfang der 70er Jahre: Auch zu seiner Rolle als militanter Straßenkämpfer will sich Fischer nicht mehr äußern. Wie Fischer einen Polizisten niederschlug, zeigte damals die Tagesschau: Tagesschau, 7.4.1973:
Aufgetaucht ist nun ein Polizeibericht zu den Randalen, der "Report aus München" vorliegt. Er zeigt Fischer vermummt, mit schwarzem Helm und Gesichtsmaske. Bislang unbekannt - dieses Foto: Frankfurter Politrocker, bewaffnet mit Schlagstöcken. Einen Höhepunkt erreicht der Häuserkampf im Februar 1974. Im Anschluss an die Februarkrawalle trifft sich die Frankfurter linke Szene. Selbsternannter Sprecher der Politrocker: Joschka Fischer: Joschka Fischer, Sprecher Frankfurter Häuserrat am 12. März
1974:
Tonbandmitschnitte, die Report aus München exklusiv vorliegen. Darin verteidigt Fischer Steinwürfe, Gewalt und wirft dem Frankfurter Polizeichef Müller Gestapomethoden vor: Joschka Fischer, Sprecher Frankfurter Häuserrat am 12. März
1974:
Ein weiterer Scharfmacher: Daniel Cohn-Bendit: Daniel Cohn-Bendit am 12. März 1974:
Es fiel das Wort "morden". Noch einmal das Zitat:
Vor den unkontrollierbaren Folgen dieser Parolen, warnt allein der Juso-Sprecher und heutige SPD-Außenpolitiker Karsten Voigt: Karsten Voigt am 12. März 1974:
...öffentliche Bekenntnisse zur Gewalt, über die Außenminister Fischer am Wochenende auf dem Grünen-Parteitag nicht sprechen will: Vergangenheitsbewältigung in 10 Sekunden: Joschka Fischer, Bündnis 90/Die Grünen, Bundesaußenminister: "Wir sind auf einem Parteitag und nicht in einem historischen Seminar; auch wenn ich mich in der letzten Zeit in der Geschichte ziemlich zuhause gefühlt habe." Fischer der Zögling von Cohn-Bendit. Fischer, der Claquer für Arafats Fatah. Fischer der Frontmann im Häuserkampf. Warum schweigt Fischer? © Bayerischer Rundfunk 2001
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